Konfliktverläufe: Normen der Geschlechterbeziehungen in Texten des 17. Jahrhunderts, 265. köide

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Walter de Gruyter, 2004 - 322 pages

Die Untersuchung geht der Frage nach, wie Normen über das gegenseitige Verhalten von Frauen und Männern vermittelt werden. Aus sozialpsychologischen, ritual- und diskurstheoretischen Ansätzen entwickelt sie für das Medium Drucktext ein Modell, wonach vor allem die Darstellung von Konfliktverläufen normativ wirkt.
Die Arbeit führt vor, dass in protestantischen deutschen Drucktexten des 17. Jahrhunderts die fünf Konfliktverlaufsmuster 'Kompliment', 'Disputation', 'Verleumdung', 'Rehabilitation' und 'Buße' für die Vermittlung von Normen des gegenseitigen Verhaltens der Geschlechter verantwortlich sind. Sie kommen in so unterschiedlichen Gattungen wie Schäfergedicht und Landesordnung vor, halten sich nicht an Grenzen inhaltlich definierter Diskurse und werden als normative Muster selbst durch abweichende Variation konstitutiert.

 

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Contents

A Grundlagen und Fragestellung
3
B Diskurse und Korpus
17
Textinstanzen
37
B Textinstanzen in Variationen des sechsten Gebots
51
Zusammenfassung
75
A Kompliment
81
B Disputation
107
Verleumdung
143
E Buße
211
A Synthese
241
B Zusammenfassung
253
A Begriffe
257
B Textwiedergabe in Zitaten
263
Bibliografie und Register
277
Dank
323
Copyright

Rehabilitation
187

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About the author (2004)

Ursula Kundert ist Juniorprofessorin für Deutsche Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit am Germanistischen Seminar der Universität Kiel.

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