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gesammelt und zum Drud befördert

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August Ludwig, Suldzer D.
Königl. Kurfürstl. Hefrath und Profeffor der StatsGer
lehrsamkeit in Göttingen; und verschiedener Akademien

und Gesellschaften der Wissensd)aften Mitglied.

Sechszehnter Band, Beft 61-64.

1.7 91.

Göttingen,
in der Vandenboet - Ruprechtschen Buchhandlung

# 79.1.

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A. L. Sdloger's
Stats- Anzeigen.

Heft LXI.

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Í. Un die Salberstadtischen Landštånde. V. G. G. Friedrich Wilhelm, König von Preußen ic. 2c.: unsern gnädigen Gruß zuvor, Würdige und Defte Liebe Getreue! Wir verkennen feineswegs die gute 26. ficht, welche Jhr bei Eurer Vorstellung vom 13ten vorigen Monats, in Betreff des anbefolnen allgemeinen normale LerBudos, gehabe; und verfelén daher um ro weniger ; Euch den großen Irrtum zu benemeri, worinn Ihr, vermute lid durch Insinuationen übelgesianter Izuté, und vornåmlich wol einiger dortigen neumodischen Geistlichen, geraten Seid; als ob dieses Jer Buch der christlichen Religion, Dinge enta Halte, die gegen die Augsburgische Confeflion, und gegen das, durch den Westfälischen Frieden in unsern Staten befestigte Lutherische GlaubensBekänntniss, gea richtet wåren: indem wir Euch die allerbündigste Ver. sicherung erteilen, daß gerade oas Gegenteil von Eurec Bisorgnis, die einzige Ursach ist, warum unsre bocste Person, dem lutherischen sowol als reformirten geistlichent Departement, anzubefelen geruhet, für jede Confession ein Ser Buch allgemein einzufüren, in welchem, nebit der Bio bel, bei den Reformirten der Heidelbergsche, bei den Lutheranern aber des D. Martin Luthers Katechismus; zum Grunde gelegt, und mithin piedurch die alten und reinen Grundlage der protestantischen christlichen Religion beider Confessionen, welche die Vorfaren der protestantischen Gemeinen mit ihrem Blute verteidigt haben, fernerhin dufa recht erhalten, und gegen die jeßigen so häufig eingeriffine Stats2nzXVI: 614

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Neuerungen und Irrleren der Socintaner, viaturali. sten, unb Deisten, fidher gestellt werdea folten.

Daß nichts anders als dieses Unsre WillensMeinung, und mithin es uns ein warer Ernst fet, unste treue Unters tanen bei dem Glauben ihrer Våter zu (dzůßen, hättet før schon aus dem Religions Edict d. d. 9 Jul, 1788 aner. Fennen, und mithin leicht von selbst urteilen fönnen, daß alles, was Jür gegen das obbemeldte gerBud, one es gelesen zu haben, in Eurer Dorftellung anfüret, lauter una berschåmte {ügen und Unwarhriten sind, welche Ihr euch Bon jenen neumodischen sogenannten Auft:&ern babe an. Heften laffen, denen alles, was die Jugeburg. Confession aufrech: erhalten soll, und also fiwol Unser Religions. Ldice, als bas darauf sich bezlebende der Buch, ein Dornt im Auge ist, welches sie mit solchen onmachtigen Waffen als sügen und lästerungen sind, ju bestreiten sichyf erfrechen, weil igre Macht zum Glůcke nicht weiter reicht.

Wir wollen euch indestein nid:t verhalten, daß Wie das Anfangs verordnete LerBudi anjeßt gegen ein anders berwsich selt faben; nicht wegen feines gegen die Orthotorie der lutherischen Kirche streitenden Inbalis, wie Jhr felbst finden werdet, wenn Jør Euch die Mühe geben wollt, solo ches felbst zu lesen; fondern weil es etwas zu weiciaufrig, und für das Gedächtnis der Kinder zu befdywerlich ist. Das an der Stelle des vorigen gewälte LerBuch, ist dago jenige, welches bereits vor 27 Jaren von Unserm hiesigen DbirConsistorio approbirt, und von Unsers Hochsel

. Dheims Majt privilegiret worden, mitkin allgemein befannt, und djon längst in den meisten Provinzen Unfers Landes einge. fåret ist; bagegen also keine meitere Einwürfe start finden, und Euch zu seiner Zeit das Erfoderliche dieserhalb fund geo macht werden wird. Sind Euch mit Gnaden gewogen.

Berlin, den 14 Apr. 1790.
Auf Sr kgl. Maj. allergnädigsten SprcialBefel

. Wölner.'

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